Hi John,

I write the following in german, as like this it's easier for me to express my opinion. I am sure, you will find someone to translate for you (in case you don't understand it all). Ich finde es skandalös, daß ein Ordnungsamt nun nichts anderes zu tun findet, als es im Artikel der RP beschrieben ist. Klar muß ein Ordnungsamt für Ordnung sorgen (aber wird die wirklich dadurch gestört, daß Musiker in den Fußgängerzonen dort ihre eigene Musik verkaufen???). Durch die Musiker und andere Künstler werden die Fußgängerzonen belebt, und somit der Verkauf der dort ansässigen Geschäfte angekurbelt. Dies scheint mir in Zeiten, wo das Internet boomt, nicht unerheblich. Jeder Künstler, der in einer Fußgängerzone auftreten will, braucht dafür einen Erlaubnisschein (damit alles seine Ordnung hat *g*, macht ja auch Sinn, um die Anzahl der Auftritte zu steuern und zu verhindern, daß die potenziellen Kunden auch noch in die Geschäfte kommen können). Ich selbst habe vor Jahren in Düsseldorf das Glück gehabt, John Spendelow dort spielen zu hören. Ich war vor allem von seinen Eigenkompositionen beeindruckt, und eine seiner Kassetten gekauft. Diese höre ich auch heute noch gern an, kürzlich habe ich mich bei Herrn Spendelow daher auch erkundigt, ob diese nicht als CD erhältlich sei (die gute alte Kassettentechnik hat irgendwie ausgedient). Ich könnte noch verstehen, daß der Verkauf von Tonträgern nicht erlaubt ist, auf denen Musik von anderen Künstlern nachgespielt wird (Urheberrecht und die sich daraus ergebenden Regeln).

Aber Eigenproduktionen würden doch sonst niemals an Endverbraucher kommen, und auch ich wäre niemals in den Genuss von Johns Musik gekommen, was ich außerordentlich bedauern würde! Aus diesem Grund halte ich Ausnahmegenehmigungen für sehr wünschenswert, selbstverständlich nicht ausschließlich für Herrn Spendelow, sondern für alle, in einem gewissen Rahmen! Ich kenne viele Leute, die eine CD von einem Strassenkünstler erworben haben (auch von den angesprochenen peruanischen Musikgruppen), über die sie sehr glücklich sind, und an die sie ansonsten nie gekommen wären, da diese Tonträger eben nicht im Handel erhältlich sind! Es kann doch nicht sein, daß man heutzutage nur noch Musik von Britney Spears und Consorten kaufen kann, die bei den großen Plattenfirmen vermarktet werden. Im Interesse der Vielfalt sollte uns diese Möglichkeit nicht genommen werden! So, und ich gehe jetzt auf Johns HP, um mir von dort etwas einzukaufen, da wird hoffentlich kein Ordnungsamt etwas zu verbieten haben... Dear John, maybe you should visit Munich :-). I have no idea about the situation for artists in this concern, but as I don't get to D'dorf anymore, it definitely would be a great gain for me, and other Bavarians ;-).

Good luck, Andrea

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Bis soeben dachte ich tatsächlich noch, daß Düsseldorf eine Stadt der Kultur sei. Doch dann las ich Ihren Artikel.

Ist die Stadt Düsseldorf wirklich so handlungsunfähig, daß sie die wirkliche Strassenmusiker mit der „Panflötenmaffia" über einen Kamm scheren muss? Warum sollten Straßenmusiker wohl noch Ihre Instrumente auspacken, wenn es doch viel einfacher wäre, sich mit einem Hut an die Straße zu setzen und einfach zu betteln? Musiker wie John Spendelow ergreifen wenigstens noch Eigeninitiative, um niemandem auf der Tasche zu liegen, indem sie einen Großteil ihrer Einnahmen in Kosten für Tonstudios und Presswerke stecken. Sie geben dem Passanten wenigstens einen Gegenwert für sein Geld!

Zu jeder Stadt, die behauptet etwas für Kultur übrig zu haben gehört es, daß gerade im Sommer der Einkaufsbummel von Straßenmusik begleitet wird. Dies ist keine Belästigung, sondern angenehme Unterhaltung, die ein schlagkräftiges Argument ist, die Innenstädte zu beleben und Kundschaft anzulocken. Ich denke kein Einzelhändler wird wirklich darunter Leiden, daß mehr Menschen gerne in die Innenstädte wandern und somit der Anteil an potentiellen Kunden steigt. Die Mitarbeiter des Düsseldorfer Ordnungsamtes sollten sich im Sommer einmal Städte wie Bochum oder Münster anschauen, wo ein Straßenmusiker noch ein gern gesehener Bestandteil des Einkaufserlebnis ist.

Wenn es das Ordnungsamt so sehr stört, daß die Straßenmusiker CDs verkaufen, die im Handel gar nicht erhältlich sind, sollten es sich zum Ausgleich wenigstens eine Verkaufsmöglichkeit in den Städten überlegen. Es könnte ja jeden Plattenladen in der Stadt verpflichten, die CDs der Straßenmusiker in das Programm zu nehmen und werbewirksam zu präsentieren. Ich denke allerdings, daß ein derartiges Konzept kaum in deren Vertriebsweg passen würde und sie dann wirklich Grund hätten sich zu beschweren.

Mich würde auch interessieren, ob die Stadt Düsseldorf so konsequent ist, auf Stadtfesten, wie der 60 Jahrfeier zukünftig den Verkauf von Getränken und Lebensmitteln zu verbieten. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie die ganzen Fress- und Bierbuden die lokale Gastronomie schädigen.

Für mich ist das Vorgehen des Ordnungsamtes jedenfalls ein Grund zukünftig den weiten Weg nach Düsseldorf zu sparen und sich zukünftig auf nähergelegene Einkaufsstädte wie Münster zu konzentrieren.

Markus Wesollek

aus Coesfeld

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Hello John,

thanks for imforming us about that. I did not read the article in the Rheinische Post, but it is ..sorry for the word...bullshit!!

What do the CD sellers like WOM and Saturn say? Do they also think that musicians like you compete with them?

I would understand that, if musicians like "Robbie WIlliams" would start singing in the streets and selling their CDs in front of the warehouse. :-)

But as you said, your CDs are not available in the stores, so what is the problem?

I will write to the Rheinische Post, because I want to here music in the streets of Duesseldof again.

Do you have a special e-mail address there, where we can write to? Or any special person or something like a special "Headline" which I can quote in the e-mail, so that the Rheinische Post knows what it is about?

Please let me know.

Best regards (and I hope you will be singing again in the streets soon)

Wiebke

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Of course I support you!

I saw you in Mainz once, was really nice..

I play in a few bands as well, im 24 and student here in Mainz!

I actually play in a nice rock/blues band called www.timmy-rough.de and a Doors tribute band - www.thechangeling.de

if you ever have some chances for us to play, that wd be awesome!!!

I wrote to the newspaper...! shall I forward it to you?

matt...

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I voted for you! see my comment in their newspaper soon!

matthias

uni mainz

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Hi,

this is utter madness. I hope your renommee and your contacts will leave the Ordnungsamt wankers in the dirt. This reads like a total absurdity. "Basarähnliche Zustände sind nicht gewollt", because some anonymous ... freak decides what's good for us and what not. Someone should organize a huge busk-in with all the good buskers from around, with their samizdat CDs, and they should overtake Dusseldorf for a day. John, I love your music, and though I haven't heard you play for 15 years, because I moved away, I'll always remember your chiming guitar and your bright voice that brought to me the classics before I knew the classics. You bet I'm gonna write the RP -

Best regards

Stefan

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